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Horst H. Boss – Heilpraktiker / Schmerztherapeut – Praxis für Naturheilverfahren

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Gegensensibilisierung

Bei der Allergiebehandlung unterscheidet man zwischen der kurzfristigen symptomatischen Therapie und der langfristigen kausalen Therapie. Im Rahmen der symptomatischen Therapie wird die allergische Reaktion medikamentös unterdrückt. Die hier eingesetzten Antihistaminika verhindern die Ausschüttung von Entzündungsmediatoren aus den Mastzellen. Außerdem werden Arzneimittel verwendet, die die Mastzellen stabilisieren sowie Cortison-Präparate. Was eingesetzt wird, hängt einmal von den allergischen Symptomen des Patienten ab und grundsätzlich auch davon, wie hoch der Leidensdruck des Patienten ist.

Sinnvoll ist es aber vor allem, die Allergie kausal, also ursächlich, zu therapieren. Bei der Hyposensibilisierung wird versucht, den Körper an das vermutete Antigenen zu gewöhnen und damit die Reaktion darauf herabzusetzen oder zu beseitigen. Dies setzt voraus, dass die Allergie auslösende Substanz bekannt ist. Bei Insektengift-Allergien wird diese Methode mit großem Erfolg eingesetzt. Bei Polyallergikern dagegen ist die Erfolgsrate eher gering. Hier gilt die Gegensensibilisierung als eine sehr erfolgreiche Methode. Der große Vorteil dieser modifizierten Eigenbehandlung ist, dass die Allergene nicht bekannt sein müssen, es ist also auch vorher keine aufwändige Allergieaustestung notwendig.

Bei der Gegensensibilierung wird aus dem Blut des Allergikers eine Art Impfstoff hergestellt. Dieser Impfstoff ist umso potenter, je stärker die allergischen Erscheinungen während der Blutabnahme waren. Da das Blut alle notwendigen Informationen enthält, ist eine Allergietestung für die Behandlung nicht notwendig. Mit dieser Methode können also auch Allergien unbekannten Ursprungs behandelt werden.

Dabei werden Antikörper des Blutes isoliert und dem Patienten in verschiedenen Verdünnungsgeraden reinjiziert. Das Immunsystem wird dadurch angeregt, sogenannte Anti-Antikörper zu bilden, die imstande sind, die Allergie auslösenden Antikörper zu reduzieren. Mit großen Erfolgen werden mit dieser Methode überwiegend allergisch bedingte Erkrankungen wie allergisches Asthma, Pollenallergie (Heuschnupfen), insbesondere Neurodermitis, aber auch Autoimmunerkrankungen, behandelt.

Mit Eigenblut ist das Asthma und der Heuschnupfen weg

Zwanzig Jahre lang litt Elfriede W. unter Asthma. Hinzu kam eine chronische Bronchitis, die sich immer mehr verschlimmerte. Alle Behandlungen und Kuren brachten jeweils nur kurzfristige Besserung. Deshalb der Versuch mit der Gegensensibilisierung.

Schon nach wenigen Wochen waren die Symptome um rund 80 Prozent vermindert. Nach einer Wiederholung der Behandlung, nach sechs Monaten, treten heute kaum noch Beschwerden auf. Dass es sich dabei um keinen Einzelfall handelt, geht aus einer Veröffentlichung des Hamburger Bakteriologen Prof. F. Heiss hervor. Danach sind von 170 Patienten mit Asthma 141, das sind 83 Prozent, erfolgreich behandelt worden. Noch eindrucksvoller sind andere Ergebnisse.

Und von 745 Heuschnupfenpatienten sind gar 691 ihre Allergie los geworden also rund 93 Prozent!

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