Kaloriengehalt "gesunder" Lebensmittel wird häufig falsch eingeschätzt
Die Anzahl übergewichtiger Menschen nimmt immer mehr zu, obwohl immer mehr „gesunde“ Nahrungsmittel auf den Markt kommen? Ganz drastisch kann man dies in Amerika beobachten: Hier nehmen immer mehr Menschen gesunde Lebensmittel zu sich, die Amerikaner nehmen aber auch immer mehr zu. Dieses so genannte „amerikanische Fettleibigkeits-Paradoxon“ haben Wissenschaftler der Cornell University jetzt untersucht. Sie werteten verschiedene Studien aus, die sich mit dem Essverhalten der Teilnehmer befassten. Unter anderem waren Studienteilnehmer nach dem Kaloriengehalt unterschiedlicher Sandwiches befragt worden. Sie schätzten den Kaloriengehalt um rund ein Drittel zu gering ein, wenn die Brote als „gesund“ angepriesen wurden.Dieses spiegelte sich auch in ihrem Verhalten wieder: Menschen, die das Hauptgericht so einschätzten, tendierten dann dazu, sich noch kalorienreiche Getränke oder Desserts zusätzlich zu bestellen. So kommt es dann dazu, dass die Speisen subjektiv für gesund gehalten werden, die Kalorienaufnahme dennoch zu hoch ist.
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