Wenn Sie ewig jugendlich
bleiben wollen, tut Ihr Körper alles, um Ihnen das Gegenteil zu beweisen.
Schluss
mit diesem Irrtum: Zu wenig trinken ist ungesund
Neue Studien belegen, dass zu viel Trinken
genauso schädlich wie zu wenig trinken. Ernährungsmediziner sind sich einig,
dass zu großen Mengen an Flüssigkeit den Körper in arge Bedrängnis bringen. Zu
viel Wasser verändert die Salzkonzentrationen im Körper ungünstig. Das wurde
unter anderem vor drei Jahren durch eine amerikanische Studie von der Bostoner
Harvard Universität an Marathonläufern belegt. Durch die Flüssigkeit verdünnt
sich das Blut, und der Salzgehalt sinkt. Das Blut pumpt massiv Wasser ins
Gehirn. Dadurch entsteht ein Überdruck durch den Blutgefäße platzen können. Der
Salzmangel verursacht Muskelkrämpfe und führt dazu, dass die Organe anschwellen
- unter anderem auch das Gehirn. Das kann im schlimmsten Fall zu
Bewusstlosigkeit führen. Beim Boston Marathon starb eine junge Frau, weil sie
an einem Getränkestand 16 Becher Wasser getrunken hatte.
Diesen Erkenntnissen folgend werden inzwischen auch die offiziellen
Empfehlungen für die Trinkmengen angepasst: Die Deutsche Gesellschaft für
Ernährung (DGE) in Bonn hält 1,5 Liter zusätzliche Flüssigkeit am Tag für
ausreichend. Die sollten Sie allerdings auch zuverlässig zu sich nehmen.
Zuweilen war bislang allerdings von 2 bis 3 Litern am Tag die Rede. Einen Teil Ihres Flüssigkeitsbedarfs stillen Sie bereits über Ihre Nahrung:
aus Salaten, Obst, Gemüse, Kartoffeln und Suppen etwa.
Paracetamol und Übergewicht
Mediziner der Universität Essen sind Fällen
von akutem Leberversagen nachgegangen, die sich in letzter Zeit in deutschen
Kliniken auffällig häuften. Jedes Jahr sterben mit steigender Tendenz
biszu500Deutschedaran.ImEndstadium kann nur eine Transplantation vor dem
sicheren Tod retten. Bisher galt vor allem eine Infektion mit Hepatitis-Viren
als Hauptursache.
Doch wie die Universität Essen im
April2008meldete, fanden die Wissenschaftler jetzt heraus, dass häufiger
Medikamente dahinter stecken meistens Paracetamol in Kombination mit
Übergewicht. Der Grund: Übergewichtige Patienten leiden oft an einer so
genannten Fettleber. Das durch Fetteinlagerungen vorgeschädigte Organ ist nicht
mehr in der Lage, das Schmerzmittel vollständig abzubauen. Es schädigt dann die
Leberzellen irreversibel. ,,Paracetamol sollte rezeptpflichtig werden", so
die Forderung der Essener Mediziner.
Generell sollten Sie Paracetamol nicht länger
als drei Tage hintereinander einnehmen und dabei keinesfalls die
täglicheHöchstdosisvon 4.000 mg überschreiten. Falls Sie an Übergewicht leiden,
sollten Sie Paracetamol nur anwenden, wenn Ihr Arzt vorher in einer
Ultraschalluntersuchung Ihre Leber begutachtet hat. Eventuell ist ein Wechsel
auf andere Schmerzmittel(z.B. ASS oder Ibuprofen) ratsam.
Warum Ärger und Feindseligkeit Ihrem Herzen schaden
Ein Leben voller feindlicher Gefühle, voller Ärger und Depressionen ist alles andere als gut. Der Wissenschaftler des Duke University Medical Centers, Dr. Stephen H. Boyle, leitete eine Studie, die belegt, dass solche emotionalen Gefühle mit einem erhöhten Herzkrankheiten-Risiko verbunden sind. Boyle und sein Team untersuchten 300 gesunde Männern mittleren Alters. Die zwei wichtigen Entzündungsmarker (heC3/C4) werden mit einem hören Risiko für Herzkrankheiten und Diabetes in Verbindung gebracht. Beide wurden 1992, 1997 und 2002 gemessen. Zudem wurde festgehalten, wie häufig die Männer unter Angst und Depressionen litten, wie oft sie sich feindselig verhielten. Die Forscher entdeckten, dass diejenigen den höchsten Anstieg von C3 aufwiesen, die häufig diese negativen Gefühle zeigten.
Antibiotika können schwere Magen-Darm-Erkrankungen auslösen
Antibiotika werden mittlerweile sehr schnell verschrieben; teilweise sogar bei Erkrankungen, bei denen sie gar nichts bewirken können. Handelt es sich um starke Antibiotika, können sie sogar zu unangenehmen Nebenwirkungen führen: Sie können schwere Magen-Darm-Erkrankungen auslösen. Das haben Pharmakologen am Rostocker Universitätsklinikum festgestellt, die 10 Jahre lang rund 80.000 Patienten aus dem Raum Rostock untersuchten. Rund 5 % dieser Patienten, also 4.000, erlitten schwere Antibiotika-Nebenwirkungen, die meisten litten unter Magen-Darm-Infektionen. Bei diesen machen sich aggressive Erreger im Darm breit, die dann zu den Infektionen führen. Diese verursachen Kreislaufkollaps, heftigen Durchfall, bei älteren Menschen können sie auch zum Tode führen. In der Hälfte der Erkrankungsfälle lassen sich die Nebenwirkungen auf die unsachgemäße Anwendung der Antibiotika zurückführen. Hier stimmen Medikamentenart oder Dosis nicht mit dem Gewicht oder der Nierenfunktion der Patienten überein. Wenn Sie wissen, dass Sie unter nachlassender Nierenfunktion leiden, sollten Sie Ihren Arzt unbedingt darauf hinweisen, wenn er Ihnen Antibiotika verschreiben will.
Vollkornbrot senkt Blutdruck, Cholesterinspiegel und Darmkrebsrisiko
Verschrieben werden allzu häufig auch Cholesterin- und Bluthochdrucksenker. Dabei gibt es Lebensmittel, die sich ebenfalls positiv auf diese Werte auswirken können. Vollkornbrot enthält viele Ballaststoffe, die Sie länger satt machen und Ihren Blutzuckerspiegel stabilisieren. Zu einem bemerkenswerten Studienergebnis gelangten amerikanische Wissenschaftler, die wissen wollten, ob Vollkornprodukte auch den Blutdruck senken können. Bei allen Teilnehmern der Untersuchung sank der Blutdruck unabhängig davon, welches Vollkornprodukt sie verzehrt hatten (zur Auswahl standen Produkte aus Weizen, Reis oder Gerste). Zudem war der Verzehr von Vollkorn an eine Gewichtsabnahme und einer deutlichen Senkung des Cholesterinspiegels gekoppelt – gewissermaßen als erwünschte Nebenwirkung. Denn jedes abgespeckte Kilo lässt den Blutdruck sinken. Nach Meinung der Forscher ist dies auf die pflanzlichen Bestandteile der Vollkornprodukte zurückzuführen: Ballaststoffe, Magnesium, Kalium und Kalzium üben gemeinsam diesen günstigen Einfluss aus.Einer anderen US-Studie zufolge kann der Verzehr von Vollkornprodukten ebenfalls vor Darmkrebs schützen. Knapp 500.000 Menschen im Alter von 50 bis 71 hatten daran teilgenommen. Das Darmkrebsrisiko sank um 20 % durch eine Kost, die reich an Vollkorn ist. Diesen Effekt führen die Wissenschaftler allerdings weniger auf den Anteil an Ballaststoffen zurück als auf die in Vollkorn enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe sowie auf hormonähnliche Pflanzenstoffe zurück.
Bluthochdruck bei Jugendlichen
Immer mehr Jugendliche leiden unter hohem Blutdruck. Wissenschaftler der Berliner Charité haben jetzt herausgefunden, dass dieser hohe Blutdruck durch ein Hormon verursacht wird. Die Forscher untersuchten das Blutplasma von 40 Jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahren, deren Blutdruck erhöht war. Als Vergleichsgruppe dienten 40 Jugendliche im gleichen Alter ohne Bluthochdruck.Bei denjenigen, bei denen die Werte zu hoch lagen, stellten die Wissenschaftler im Blut das Hormon „Uridin-Adenosin-Tetraphosphat“ in erhöhter Konzentration fest. Je höher sein Anteil im Blut ist, desto höher ist das Risiko der jungen Menschen, an Bluthochdruck zu erkranken. Mittlerweile sind schon 3 % aller Kinder und Jugendlichen von zu hohen Werten betroffen.Bisher war es nicht möglich, Bluthochdruck bei Kindern und Jugendlichen adäquat zu behandeln, da die Ursachen nicht bekannt waren. Es konnten mit Medikamenten nur die hohen Werte bekämpft werden. Das wird sich nun ändern – Forscher können jetzt Medikamente entwickeln, die den zu hohen Hormonspiegel senken.
Wichtige Zellschützer
Deutschland – ein Selen-Mangelgebiet? Diese Schlagzeilen, die Sie in letzter Zeit häufig in der Laienpresse lesen konnten, stimmen (ausnahmsweise) wirklich. Aufgrund der naturgegebenen Selenarmut unserer Böden enthält unsere Nahrung nur wenig von dem lebenswichtigen Spurenelement Selen – zu wenig. Selen gehört zu den 4 wichtigsten Radikalfängern. Zusammen mit den Vitaminen C und E sowie Zink bildet Selen das Quartett der wichtigsten Antioxidantien, die unsere Zellen vor den aggressiven Sauerstoffradikalen schützen. Denn Selen ist ein zentraler Baustein des Enzyms Glutathionperoxidase, das die freien Radikale, die z. B. bei der Zellatmung entstehen, in harmlose Stoffe abbaut. Da bei der Zerstörung von Krankheitserregern sowie v. a. bei Allergien, Rheuma und Krebserkrankungen zusätzlich reichlich freie Radikale anfallen, ist der Selenbedarf bei chronischen Gesundheitsstörungen fast immer erhöht, wie zahllose Studien inzwischen belegt haben. Darüber hinaus kann Selen sogar davor schützen, dass sich Krankheiten überhaupt entwickeln, weil es das Immunsystem reguliert. Einerseits aktiviert Selen eine zu schwache Immunabwehr, z. B. bei Krebs, andererseits hemmt es überaktive Abwehrzellen, z. B. bei Allergien und Rheuma.
Bei diesen Erkrankungen hilft Selen vorbeugend und heilend:
Krebs, v. a. Lungen-, Prostata- und Darmkrebs
Herzerkrankungen
Rheuma
akute und chronische Infektionen
Immunschwäche
Allergien
Schilddrüsenunterfunktion
chronische Erkrankungen von Leber, Darm, Bauchspeicheldrüse
Augenerkrankungen, z. B. Grauer Star
Die zweite wichtige Aufgabe des Selens ist die Entgiftung des Körpers, besonders von Schwermetallen. Auch die Schulmedizin hat das Selen als Heilmittel entdeckt. Aufgrund der eindeutigen Studienlage empfiehlt die Britische Arthritis-Gesellschaft bereits seit 2000, bei allen Rheumaarten täglich Selen einzunehmen, um die Entzündung zu hemmen. Auch deutsche Ärzte setzen verstärkt auf das Spurenelement. So erhalten Krebspatienten während ihrer Behandlung im Zentralklinikum Augsburg seit fünf Jahren täglich 500 µg Selen zur Stärkung der Immunabwehr. In München und Dresden läuft derzeit eine große Studie zur Selensubstitution bei Krebs. Sollte nun jeder sicherheitshalber täglich Selen als Nahrungsergänzung zu sich nehmen? Die Antwort lautet eindeutig ja. Spätestens wenn Ihr Blutspiegel unter dem Normwert von 0,9 µmol/l (Frauen) bzw. 1,8 µmol/l (Männer) liegt, müssen Sie handeln, denn verlässliche Mangelsymptome wie für die meisten anderen Vitalstoffe gibt es für Selen leider nicht. Zur Vorbeugung der oben genannten Erkrankungen sollten Sie täglich selenreiche Nahrungsmittel essen und zusätzlich sicherheitshalber täglich 50 bis 100 µg Selen als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Beachten Sie dabei auch die neuesten Erkenntnisse aus der Universitätsklinik Charité in Berlin: Danach eignen sich organische Selenverbindungen, die vom Körper optimal resorbiert werden, am besten zur Vorbeugung von Zellschäden. Bei manifesten Erkrankungen wie Krebs, akuten Rheuma- und Allergieschüben wirken anorganische Verbindungen schneller, weil sie vom Körper nicht erst umgewandelt werden müssen – allerdings ist dann eine höhere Dosis erforderlich, die Ihr Therapeut festlegen sollte. Bei täglichen Selendosen über 1.000 µg treten Magen-Darm-Störungen, Kopfschmerzen und Haarausfall auf.
Kaloriengehalt "gesunder" Lebensmittel wird häufig falsch eingeschätzt
Die Anzahl übergewichtiger Menschen nimmt immer mehr zu, obwohl immer mehr „gesunde“ Nahrungsmittel auf den Markt kommen? Ganz drastisch kann man dies in Amerika beobachten: Hier nehmen immer mehr Menschen gesunde Lebensmittel zu sich, die Amerikaner nehmen aber auch immer mehr zu. Dieses so genannte „amerikanische Fettleibigkeits-Paradoxon“ haben Wissenschaftler der Cornell University jetzt untersucht. Sie werteten verschiedene Studien aus, die sich mit dem Essverhalten der Teilnehmer befassten. Unter anderem waren Studienteilnehmer nach dem Kaloriengehalt unterschiedlicher Sandwiches befragt worden. Sie schätzten den Kaloriengehalt um rund ein Drittel zu gering ein, wenn die Brote als „gesund“ angepriesen wurden.Dieses spiegelte sich auch in ihrem Verhalten wieder: Menschen, die das Hauptgericht so einschätzten, tendierten dann dazu, sich noch kalorienreiche Getränke oder Desserts zusätzlich zu bestellen. So kommt es dann dazu, dass die Speisen subjektiv für gesund gehalten werden, die Kalorienaufnahme dennoch zu hoch ist.
Depressionen: Gefässschädigend wie das Rauchen
Experten des „Zentralinstituts für Seelische Gesundheit“ in Mannheim warnen davor, Depressionen als rein psychisches Problem abzutun. Denn wer jahrelang an einer Depression leidet, riskiert auch körperliche Leiden. Beispielsweise sei das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen genauso erhöht wie bei Rauchern, erklärte der Leiter des Instituts, Dr. Florian Lederbogen, auf dem Deutschen Kardiologiekongress im April 2007 in Mannheim. Bei einer Depression werden verstärkt Insulin und Kortisol ausgeschüttet. Beide Hormone fördern die Bildung von Bauchfett, das als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt. Außerdem aktivieren sie die Blutplättchen (Thrombozyten), die sich dann leichter zu gefährlichen Blutgerinnseln zusammenballen können. Nehmen Sie Depressionen daher nicht auf die leichte Schulter.
Cholesterinwert:
Auf das Verhältnis kommt es an
Neben
gefährlichen Nebenwirkungen haben Cholesterinsenker (Statine)einen weiteren
Nachteil: Sie können nicht unterscheiden und senken alle (auch HDL) Ihre Cholesterinwerte - erbarmungslos. Sie werden
jetzt denken: „Dafür sind sie ja auch da“ – aber ganz so einfach ist es nicht.
Ihr Cholesterinwert ist nämlich nicht einfach nur ein Wert. Sie können einen
Cholesterinwert von 200 mg/dl haben, und das kann gut, aber auch schlecht sein.
Die Zahl selbst sagt nicht viel aus. Viel wichtiger ist es auch den HDL- und
LDL-Wert zu kennen. Wichtig ist aber, dass Sie Ihren Cholesterinquotienten
kennen. Teilen Sie dazu Ihr Gesamtcholesterin durch den Anteil vom guten
HDL-Cholesterin. (Cholesterin : HDL-Cholesterin = Cholesterinquotient). Haben
Sie also einen Cholesterinwert von 180 und einen HDL-Wert von 65, beträgt Ihr
Cholesterinquotient 2,77. Dieser Quotient ist aussagefähiger als Ihr
Gesamtcholesterinwert. Werte über 5 sind generell bedenklich! Das Risiko für
Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist deutlich erhöht. Bei einem Quotienten von 4,4
wäre Ihr Verkalkungsrisiko genauso hoch wie bei der Durchschnittsbevölkerung. Bei
einem Quotienten von 3,3 nur noch halb so hoch. Wollen Sie aber auch im hohen
Alter noch fit bleiben, ist dieser Wert wohl immer noch nicht ausreichend. Erst
wenn Sie eine 2 vor dem Komma haben, ist Ihr Cholesterinquotient wirklich gut. Mit
anderen Worten: Mit einem niedrigen Gesamtcholesterinwert und einem hohen
Cholesterinquotienten sind Sie vor Zivilisationskrankheiten auf keinen Fall
geschützt. Gute Alternativen sind gefragt.
Zu
viele Antibiotika erhöhen Asthmarisiko bei Kindern
Wir
alle wissen: Oft werden schnell und vor allem viel zu häufig Antibiotika
verschrieben. Gerade für Kinder kann dies negative Folgen haben, wie
Wissenschaftler aus Kanada jetzt herausfanden. Die Forscher der University of
Manitoba untersuchten die Krankengeschichte von mehr als 13.000 Kindern aus
Kanada. Das Ergebnis: diejenigen, die als Babys 4-mal oder häufiger Antibiotika
schlucken mussten, hatten ein 1,5-fach erhöhtes Risiko, an Asthma zu erkranken.
Die Forscher vermuten, dass das Asthma nicht die Spätfolge von
Atemwegserkrankungen in der frühen Kindheit war. Das lässt sich daraus
schließen, dass auch Kinder betroffen waren, die nie Antibiotika aufgrund von
Atemwegserkrankungen erhalten hatten. Vielmehr gibt es wahrscheinlich einen
direkten Zusammenhang zwischen Antibiotika und Asthma, der nun in genauen
Studien geklärt werden soll.
Ist es sinnvoll, den
Stuhl gegen einen solchen Ball auszutauschen?
So ein Sitzball ist nicht nur ein Büromöbel. Es handelt sich
dabei um ein Trainingsgerät. So können Sie das aufrechte Sitzen neu lernen,
gleichzeitig etwas wippen und so die Muskeln anregen.
Aber Vorsicht: Den meisten Menschen fehlen zunächst einmal
ausreichend kräftige Rückenmuskeln, um richtig auf dem Ball zu sitzen. Ist das
der Fall, schaffen Sie es noch nicht einmal, 30 Minuten auf dem Ball zu
verbringen. Sie werden stattdessen schnell in sich zusammensinken.
Behalten Sie daher Ihren Schreibtischstuhl und tauschen Sie
ihn mehrfach am Tag für 10 Minuten gegen den Ball aus. So wecken Sie Ihr
Bewusstsein für aufrechtes Sitzen und schulen Ihre Rückenmuskeln in kleinen
Einheiten.
Inkontinenz:
Ein neuartiges Vibrationstraining und Gel-Injektionen stoppen jetzt die
Blasenschwäche
Kann
ich immer „das Wasser halten“, wenn ich huste? Schaffe ich es noch rechtzeitig
zur Toilette? Soll ich mich wirklich zu dem Busausflug anmelden? Das sind
Fragen, die das Leben der Patienten bestimmen. Mehr als 60 % der Menschen über
60 Jahren leiden an einer Blasenschwäche. Jetzt sind zwei neue Verfahren
verfügbar, die eine Behandlung – vor allem im Bereich der Stressinkontinenz –
noch erfolgreicher machen:
Vibrationstraining
stärkt den Beckenboden
Eine Harninkontinenz kann z. B.
durch eine Schwäche des Schließmuskels und bei Frauen durch eine
Gebärmuttersenkung bedingt sein. Man spricht dann von einer „Stress- oder
Belastungsinkontinenz“. Dagegen liegt einer „Dranginkontinenz“ eine überaktive
Blasenmuskulatur zugrunde (Reizblase). Eine sehr erfolgreiche Methode gegen
Stressinkontinenz ist das Beckenbodentraining. An der Universität Göttingen
haben Mediziner diese gymnastischen Übungen durch ein so genanntes
Vibrationstraining ergänzt. Dabei stehen die Patienten auf einer Art Wippe, die
von einem Motor angetrieben wird. Sie hebt und senkt sich sehr schnell, aber
lediglich um einige Millimeter. Die Patienten spüren das als eine leichte
Vibration. Die Muskulatur reagiert dabei unwillkürlich und versucht, diese
Bewegung auszugleichen. Pro Minute kommt es dabei im Bereich des Beckenbodens
zu fast 1.800 Muskelkontraktionen. Regelmäßig angewandt, ist das ein perfektes
Training für Ihre Beckenbodenmuskeln.
In
Göttingen wurden im Jahr 2003 im Rahmen einer Studie 90 Frauen, die an
Stressinkontinenz litten, mit der Kombination aus Vibrations- und
Beckenbodentraining behandelt (12 Wochen lang; jeweils 2-mal wöchentlich).
Zuerst standen sie 8 Minuten auf der Vibrationsplatte, dann wurde 30 Minuten
lang ein herkömmliches Beckenbodentraining durchgeführt. 4 von 5 Patientinnen
konnten so vollkommen geheilt werden. Beim herkömmlichen Training liegt diese
Rate lediglich bei 2 von 5. Bei Schwangerschaft, frischen Thrombosen,
Sehnenerkrankungen sowie Herzschwäche, koronare Herzkrankheit und Angina
pectoris dürfen Sie das Gerät nicht anwenden
Gel-Injektionen:
Ein ambulanter Eingriff verengt die Harnröhre
Einen
ganz anderen Ansatz zur Heilung der Harninkontinenz bietet das so genannte
Zuidex®-System. Dabei werden in einer ambulanten Operation feine
Injektionsnadeln durch den Harnleiter vorgeschoben. Dann wird an vier
ringförmig angeordneten Punkten ein Gel in die Wand der Harnröhre injiziert. So
wird die Harnröhre von einer kleinen ringförmigen Wulst verengt, und der Harn
kann z. B. beim Niesen oder beim Sport besser zurückgehalten werden. Der
Eingriff wird unter örtlicher Betäubung vorgenommen und dauert lediglich 15
Minuten. Die Krankenkassen sind nicht verpflichtet, die Kosten zu tragen. Daher
müssen Sie diese Frage vorher mit Ihrem Kassensachbearbeiter klären. Die
Erfolgsrate liegt mit dieser Methode zwischen 70 und 80 %. Nachteil der
Methode: Das Implantat muss nach etwa 4 Jahren erneuert werden. Seltene
Nebenwirkungen sind kurzfristige Schmerzen beim Wasserlassen und Schwellungen
im Genitalbereich.
Warum Adipositas das
Herzinfarkt-Risiko erhöht
Adipositas
führt zu einem gesteigerten Herzinfarkt-Risiko, das wissen Sie sicherlich. Aber
warum ist das so? Dieser Frage sind Wissenschaftler der University of Arizona
jetzt nachgegangen. Sie untersuchten in der größten Studie zum Thema
„Fettleibigkeit und Herzinfarktrisiko“ über 17.000 Patienten. Die Herzen der
Teilnehmer wurden mit Ultraschall untersucht. Dabei wurde die Dicke der
Herzwände gemessen; so konnten die Forscher auf die Funktion des Herzens
schließen.
Sie
stellten fest, dass Übergewicht zu einer zunehmenden Dicke der Wand der linken
Herzkammer führt. Aus früheren Studien wissen wir, dass verdickte
Herzkammer-Wände zu einer erhöhten Herzinfarkthäufigkeit und damit zu einem
großen Sterblichkeitsrisiko führen.
Warum
sich die Herzkammerwände verdicken, ist noch nicht genau geklärt.
Wahrscheinlich entstehen diese durch die Arbeitsbelastung des Herzens, die sich
mit steigendem Gewicht ebenfalls immer mehr erhöht.
Rebound-Kopfschmerzen: Wie Sie den
Teufelskreis aus Schmerz und Medikamenteneinnahme durchbrechen
Es ist ein Automatismus geworden: Wenn sich
Kopfschmerzen ankündigen, greifen Sie zu Schmerzmitteln. Und manchmal, auf
Grund häufiger Kopfschmerzen, nehmen Sie die Medikamente sogar vorbeugend ein.
Aber ist das klug?
Sehr wahrscheinlich nicht. Wenn Sie
Kopfschmerzmittel häufiger als an 2 bis 3 Tagen pro Woche einnehmen, kann der
Wirkstoff sogar zu den Schmerzen beitragen. Dieses Phänomen wird, im Sinne
eines Jojo-Effekts, Rebound- oder auch Analgetika-Kopfschmerz genannt. Laut
Angaben der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft entwickeln etwa 5%
bis 10% aller Kopfschmerzpatienten einen so genannten medikamenteninduzierten
Kopfschmerz.
Zuviel des Guten schadet
Rebound-Kopfschmerzen treten auf, wenn sich
der Körper an die Anwesenheit von Schmerzmitteln anpasst. Bei Einnahme zu
vieler Schmerzmedikamente kann das Gehirn in seiner Fähigkeit beeinträchtigt
sein, Schmerz zu spüren und darauf zu reagieren. Lässt die Wirkung des
Medikaments nach, kommt der Kopfschmerz wieder, häufig schlimmer als vorher.
Sie nehmen dann mehr Medikamente und der Kreislauf geht weiter. Ihr Körper kann
aber auch unempfindlich gegenüber Schmerzmitteln werden, sodass Sie die Dosis
erhöhen müssen, um die Schmerzen zu lindern.
Der einzige Weg, um dem Rebound-Kopfschmerz
zu entkommen, besteht – unter Aufsicht – im Absetzen des Schmerzmittels, das
ihn verursacht. Obwohl das zu kurzfristigem Unwohlsein führt, da sich Ihr
Körper erst wieder vom Schmerzmittel entwöhnen muss, kann Ihre Lebensqualität
langfristig deutlich verbessert werden.
Die üblichen Verdächtigen
Fast jedes Schmerzmittel, einschließlich der
verbreiteten rezeptfreien Medikamente wie Acetylsalicylsäure (ASS, z. B.
Aspirin®), Paracetamol und Ibuprofen, kann bei übermäßiger Einnahme
Rebound-Kopfschmerzen verursachen. Koffein, ein häufiger Bestandteil in
Schmerzmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln, kann ebenfalls dazu beitragen.
Einige Schmerzmittel oder -kombinationen
lösen besonders häufig Rebound-Kopfschmerzen aus. Dazu gehören:
Kombinationspräparate – Schmerzmittel, die Koffein, ASS und/oder
Paracetamol enthalten, sind stark mit Rebound- Kopfschmerzen verknüpft.
Migränemedikamente – Medikamente gegen Migräne können
Rebound-Kopfschmerzen hervorrufen. Dazu gehören Ergotamin (Ergo-Kranit®)
und Triptane (Almogran®, Relpax® u. a.). Der diesen Substanzen verwandte,
zur Behandlung des niedrigen Blutdruckes eingesetzte Wirkstoff
Dihydroergotamin (Effortil® u. a.) scheint diesbezüglich weniger
verdächtig.
Opioide – In Kombinationspräparaten sind nicht selten Schmerzmittel
enthalten, die sich vom Opium ableiten, wie Kodein in Verbindung mit
Paracetamol (Azur®, Contraneural® u. a.). Diese Medikamente können nicht
nur Rebound-Kopfschmerzen verursachen, sondern sogar süchtig machen.
Interessanterweise bekommen Menschen, die
nicht für Kopfschmerzen anfällig sind und täglich Schmerzmittel wegen anderer
Erkrankungen (z. B. Arthritis) einnehmen, im Allgemeinen keine
Rebound-Kopfschmerzen. Rebound-Kopfschmerz tritt in der Regel täglich auf.
Manchmal weckt er Sie am Morgen und begleitet Sie durch den Tag. Obwohl jede
Attacke verschieden sein kann, ist der Schmerz meist schwach, mit schwereren
Episoden, nachdem die Medikamentenwirkung nachlässt.
Befreien Sie sich
Wenn Sie mehr als dreimal pro Woche
Medikamente gegen Kopfschmerzen einnehmen oder glauben, an
Rebound-Kopfschmerzen zu leiden, suchen Sie einen Therapeuten auf. Je nachdem,
welches Medikament Sie eingenommen haben, kann der Ihnen empfehlen, dieses
sofort abzusetzen oder die Dosis allmählich auf nicht mehr als zweimal pro
Woche zu reduzieren. Ein kurzer Krankenhausaufenthalt kann ratsam sein,
besonders wenn intravenöse Medikamente im Rahmen einer Behandlung eingesetzt
werden. Es ist nicht einfach, die Abhängigkeit von Schmerzmitteln zu
durchbrechen. Ihre Kopfschmerzen werden wahrscheinlich schlimmer werden, und
Sie können an Entzugserscheinungen wie Nervosität, Ruhelosigkeit, Übelkeit,
Brechreiz, Schlaflosigkeit, Bauchschmerzen und Durchfall oder Verstopfung
leiden. Innerhalb von 7 bis 10 Tagen werden dann jedoch die Kopfschmerzen
seltener und schwächer. Bei den meisten Menschen, die sich erfolgreich von den Schmerzmitteln
entwöhnt haben, verschwindet der Rebound-Kopfschmerz innerhalb von 2 Monaten
komplett. Sollten in dieser Zeit Arzneimittel, die Migräne-Kopfschmerzen
vorbeugen, als prophylaktische Medikation nötig sein, können Ihnen diese vom
Arzt verschrieben werden.
Schaffen Sie sich Schutzpolster gegen
Hüftknochen-Brüche
Es gibt bestimmte Schutzpolster. Diese
können zwar Football-Spieler oder den Torwart beim Eishockey schützen, aber sie
helfen nicht, wenn es darum geht, ältere Menschen vor einem Bruch der
Hüftknochen zu bewahren.
In einer neuen Studie der Harvard Medical
School untersuchten die Wissenschaftler den Effekt von bestimmten Schutzpolstern,
die dafür entwickelt worden waren, um vor Brüchen der Hüftknochen zu schützen.
Sie waren aus Schaum hergestellt und mit einem harten Kunststoffschild
überzogen. Mehr als 1.000 Menschen in über 40 Altenheimen probierten diese
Schützer aus. Nach 20 Monaten zeigte sich, dass es keinen Unterschied gab: Es
gab gleich viele Brüche der Hüftknochen, egal ob die Schützer getragen wurden
oder nicht.
Die Wissenschaftler stellten fest, dass
Hüftschoner nicht effektiv genug sind, wenn es darum geht, Brüche der Hüftknochen
zu verhindern. Bis es also ein perfektes Design und damit Schützer gibt, die
wirklichen Schutz bieten, sollten Sie besser andere Methoden anwenden, um Ihr
Risiko eines Hüftknochenbruchs zu senken.
Ich habe einmal recherchiert und vier
Tatsachen gefunden, die das Risiko für Hüftknochenbrüche erhöhen können. Sie
können aber etwas dagegen tun.
1. Hohes Homocystein
Im Jahr 2004 untersuchten Forscher
Blutproben aus der so genannten Framingham Heart Study, um die Homocysteinwerte
von mehr als 1.100 Frauen und 825 Männern zu untersuchen. Die Ergebnisse
zeigten, dass die Frauen mit den höchsten Homocystein-Werten ein doppelt so
hohes Risiko für Hüftknochenbrüche aufwiesen. Bei Männern war der Zusammenhang
noch deutlicher. Diejenigen mit den höchsten Homocysteinwerten hatten ein fast
viermal so großes Risiko für die Knochenbrüche. Homocystein können Sie durch
Folsäure-Nahrungsergänzungsmittel und regelmäßigen Sport senken.
2. PPI-Medikamente
PPI (Protonen-Pumpen-Inhibitoren) werden
eingenommen, um Sodbrennen oder andere Magenprobleme zu behandeln. Aber diese
Medikamente erschweren auch die Kalziumaufnahme, auf der anderen Seite
reduzieren sie die Knochendichte. Wissenschaftler der University of
Pennsylvania verglichen die Einnahme von PPI mit den Brüchen der Hüftknochen.
Sie stellten fest, dass ein seltener Gebrauch der Medikamente das Risiko nur
wenig erhöht. Aber diejenigen, die PPIs länger als ein Jahr einnahmen, hatten
ein um 44 % erhöhtes Risiko.
3. Antidepressiva
In einer Fünf-Jahres-Studie mit über 8.000
Frauen im Alter von über 65 Jahren, die alle Antidepressiva nahmen, fanden die
Wissenschaftler heraus, dass diese ein um 70 % erhöhtes Risiko für
Hüftknochenbrüche hatten. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die durch
die Medikamente reduzierte Aufmerksamkeit schuld an häufigeren Stürzen ist.
4. Asthma-Inhalatoren
Ärzte wissen schon seit einiger Zeit, dass
die Einnahme von Steroiden in Tablettenform zu Knochenverlust führt. In einer
Studie von 2001, an der über 100 Frauen zwischen 18 und 45 Jahren teilnahmen,
fanden Forscher heraus, dass diejenigen, die häufig einen Asthma-Inhalator
benutzten, ihre Knochendichte verringerten. Die Wissenschaftler empfahlen
Asthma-Patienten daher, die niedrigste Dosis anzuwenden, die mit ihrem
Inhalator möglich ist, zudem ein Krafttraining zu beginnen und Kalzium- sowie
Vitamin D-Präparate einzunehmen.
Schadstoffe:
Mit diesen Pflanzen verbessern Sie Ihr Raumklima
Einige Zimmerpflanzen können den Kohlendioxidgehalt der Luft
verbessern und den Sauerstoffgehalt in Ihren Räumen erhöhen. Sie schlucken eine
Reihe von Schadstoffen, sorgen für eine ausgeglichene Luftfeuchtigkeit und
verbessern die eigene Stimmung. Diese Pflanzen haben besondere Eigenschaften:
Arecapalme: ist ein Spitzengewächs unter den Schadstoffschluckern
und Raumbefeuchtern. Die US-Weltraumbehörde NASA fand heraus, dass sie innerhalb
von vier Stunden einen Raum zu 99 % von Formaldehyden befreien kann.
Drachenbaum: beseitigt das Lösungsmittel Benzol und Formaldehyd.
Efeutute: saugt Zigarettenrauch auf, beseitigt Benzol, Formaldehyd
und Kohlenmonoxid.
Grünlilie: nimmt Formaldehyd auf und setzt Sauerstoff frei.
Ficus: nimmt giftige Ausdünstungen aus Kunststoffen, Lacken und
Klebemitteln auf.
Gummibaum: filtert Formaldehyd und andere Schadstoffe.
Nachtfalterorchidee: baut Lösungsmittel ab.
Stahlenaralie: nimmt Nikotin auf.
Zyperngras: spendet Feuchtigkeit.
Gürtelrose: Jucken und Brennen sind die ersten Vorboten für
diese Krankheit
Gürtelrose – das ist der Name dafür, wenn die „Kinderkrankheit“ Windpocken
nach Jahren erneut ausbricht. Es stimmt, an Windpocken können Sie in der Regel
nur einmal erkranken. Und spätestens nach drei Wochen sind die Pusteln und
Bläschen verschwunden. Wenn kaum gekratzt wurde, verheilen sie ohne Narben.
Allerdings bleiben die Viren im Körper – sie ziehen sich nur in die
Nervenknoten rings der Wirbelsäule zurück. Das Immunsystem kann sie hier nicht
vernichten. Dort können sie jahrelang überleben – bis es zu einem Vorfall kommt,
der zu einen erneuten Ausbruch der Viren führt. Diese erneute Erkrankung sind dann
keine Windpocken mehr – es kommt zur Gürtelrose. Die Viren wandern dann durch
die Nervenbahnen bis zur Haut.
Gerade bei Menschen über 50 Jahren kommt es häufiger zum Ausbruch von
Gürtelrose, da bei diesen das Immunsystem geschwächt sind – generell gesehen
erkrankt jeder 5. in seinem Leben an Gürtelrose.
Charakteristisch für die Gürtelrose sind Hautbläschen, die auf entzündetem
Grund entstehen. Das betroffene Gebiet zieht sich wie ein schmaler Gürtel –
häufig im Bereich des Brustkorbs – halbseitig um den Körper. Die Gürtelbildung
kommt dadurch zustande, dass sich das aktivierte Virus nur über Nervenfasern
ausbreitet. Und die von einem Nervenknoten (dem Virusreservoir) ausgehenden
Fasern versorgen jeweils nur ein eng begrenztes, streifenförmiges Hautareal
(Segment).
Die Gürtelrose kündigt sich schon Tage, bevor die Hautausschläge sichtbar
werden, an. Die Haut beginnt zu jucken und zu brennen, und es treten
Missempfindungen auf. Auch wenn die Pusteln aufblühen, bleibt der Juckreiz
erhalten. In manchen Fällen können jedoch auch stärkere Schmerzen auftreten.
Besonders gefährlich ist eine Gürtelrose im Gesicht. Unbehandelt kann das
Virus dann auch auf die Hirnhaut, das Auge und das Innenohr übergreifen. Dann
drohen bleibende Schäden im Gehirn sowie Verluste des Seh- und Hörvermögens.
Eine Gürtelrose gehört immer behandelt. Wenn Sie unter einer
Gürtelrose im Gesicht leiden, ziehen Sie am besten auch noch einen Augenarzt zu
Rate.
Um die Schmerzen der Gürtelrose zu lindern und Spätfolgen zu verhindern,
stehen heute verschiedene Medikamente (z. B. Aciclovir) zur Verfügung, die Ihnen
Ihr Arzt verordnen muss. Sie können als Tabletten oder als Infusion über einen
Zeitraum von einer Woche verabreicht werden. Alle vier gegen Gürtelrose
zugelassenen Wirkstoffe sind etwa gleich gut und verträglich. Allerdings hat das
im Jahr 2000 hinzugekommene Brivudin eine längere Haltbarkeit und muss nur
einmal täglich eingenommen werden (andere Wirkstoffe: 3- bis 5-mal täglich).
Diesen Vorteil muss Ihre Krankenkasse jedoch mit dem doppelten Preis (ca. 100
€/200 DM) bezahlen.
Die Einnahme der Mittel gegen Gürtelrose sollte innerhalb der ersten drei
Tage begonnen werden. Zum späteren Zeitpunkt nützen sie nichts mehr, da sich das
Virus dann schon zu stark vermehrt hat. Weiterhin wichtig sind die Linderung des
Juckreizes und die Schmerztherapie. Dazu kann Ihnen Ihr Arzt z. B. eine
zinkhaltige Salbe oder eine Tinktur zum Einpinseln verordnen (z. B. Vioform).
Das fördert die Trocknung und Abheilung der Bläschen. Je nach Stärke der
Schmerzen können z. B. Paracetamol, aber auch manchmal für einen kurzen Zeitraum
Opiate verordnet werden. Die Schmerzbehandlung ist besonders wichtig und sollte
nicht vernachlässigt werden. Denn es gibt Hinweise, dass durch eine mangelhafte
Schmerzbehandlung in der akuten Phase der bleibende Dauerschmerz gefördert
wird.
Auch Naturheilmittel können Gürtelrosen-Schmerzen lindern
Bei einer Gürtelrose gibt es auch die Möglichkeit, dass Sie
naturheilkundliche Verfahren einsetzen. Diese können unter anderem die
Entzündung und die Schmerzen der Gürtelrose lindern. Geeignet sind unter
anderem
Eigenblutbehandlungen
Enzymtherapie(optimale Erfolge)
Neuraltherapie
Alle diese Therapien sollen vermeiden, dass die Schmerzen, die bei der
Gürtelrose auftreten, chronisch werden. Zudem sollten Sie Ihr Immunsystem
stärken, denn eine Gürtelrose weist immer auf geschwöchte Abwehrkräfte hin. Auch
homöopathische Mittel helfen gegen Gürtelrose – diese müssen von einem
Therapeuten gezielt ausgewählt werden.
Gewürznelken bekämpfen Schmerzen
Für einen
Antischmerztee zerstampfen Sie drei bis vier Gewürznelken und übergießen sie mit
einer Tasse kochendem Wasser. Zwanzig Minuten lang ziehen lassen, abseihen und
zweimal täglich ein kleines Glas dieser Mischung auf nüchternen Magen
beziehungsweise eine Stunde vor dem Essen trinken. Hilft gegen Kopfweh,
Menstruationsbeschwerden und Rückenschmerzen durch Überlastung.
Mittel nicht kombinieren
Herzpatienten nehmen häufig den Wirkstoff ASS. In Verbindung mit dem Rheuma-Wirkstoff Ibuprofen kann er gefährlich werden. Ibuprofen hebt die ASS-Wirkung nämlich auf. Davor warnt die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Der Rat: Besser ASS und Diclefenac. Da sieht man mal wieder... Ich rate bei Rheuma zur Naturheilkunde.
Babynahrung: Acrylamid in der Nahrung
möglichst vermeiden
Als wären die Schadstoffe aus den Deckeln nicht schon genug,
fanden sich vor einigen Jahren in verschiedenen Babygläschen, die Kartoffeln
enthielten, Acrylamidwerte bis zu 34 Mikrogramm pro Kilogramm. Natürlich sind
diese Werte im Vergleich zu wahren "Acrylamid-Bomben" wie Pommes oder
Chips sehr gering. Trotzdem stellten die Hersteller ihre Produktion um und
erhitzen die Nahrung jetzt nicht mehr so stark. Außerdem werden inzwischen
andere Kartoffelsorten verwendet, die weniger Stärke enthalten.
Jedoch sind
Gläschen, die Kartoffeln enthalten, weiterhin geringfügig mit krebserregendem
Acrylamid belastet. Pro Mahlzeit nimmt ein Baby damit aber höchstens vier bis
fünf Mikrogramm Acrylamid auf. Reine Gemüse- und Obstgläschen sind nicht
belastet.
Da Kartoffeln ernährungsphysiologisch wertvoller als Reis oder Nudeln sind,
brauchen Sie auf Gläschen mit Kartoffeln nicht völlig zu verzichten. Sparen Sie
sich stattdessen lieber öfter die ebenfalls mit Acrylamid belasteten Babykekse,
damit Ihr Kleines möglichst wenig Acrylamid aufnimmt. Von den babygeeigneten
"Knabbereien" war übrigens der Bioland Zwieback am geringsten
belastet.
Wenn Sie Acrylamid ganz vermeiden wollen, sollten Sie den Gemüse-Kartoffelbrei
selbst zubereiten. Selbst gekochter Kartoffelbrei gilt praktisch als frei von
Acrylamid. Achten Sie beim Einkauf aber auf die Qualität der Kartoffeln:
1.
Kaufen Sie nur frische Kartoffeln ohne grüne Stellen und Keime.
2.
Lagern Sie die Kartoffeln nicht bei Temperaturen unter 8° Celsius.
Wenn
Kartoffeln diese Bedingungen erfüllen, bildet sich auch beim Braten oder
Frittieren weniger Acrylamid.
Adipositas im Kindesalter erhöht das
kardiovaskuläre Risiko im Erwachsenenalter
Kommentar von Prof. A. Onat
Türkische Gesellschaft für Kardiologie
Universität Istanbul
Istanbul
Türkei
ausgewählte
von Prof. P. Pozzilli.
Forscher in Italien haben nachgewiesen, dass
Adipositas im Kindesalter mit vaskulären Anomalien, die durch erhöhte Level an
Markern von vaskulärer Endothelzell- und Thrombozytenaktivierung angezeigt
werden, in Zusammenhang steht. Außerdem gibt es bei Kindern mit Fettsucht Anzeichen
für einen erhöhten Grad an systemischer Inflammation. Diese frühen
Veränderungen könnten das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen im späteren
Leben erhöhen.
Kommentar
Die fettsuchtbedingte Aktivierung von Thrombozyten oder
vaskulären Endothelzellen ist nachgewiesenermaßen ein Prädiktor für
kardiovaskuläre Ereignisse bei fettsüchtigen Erwachsenen, und Zeichen von
endothelialer Dysfunktion stehen in Beziehung mit Anzeichen von
Insulinresistenz bei schwer fettsüchtigen Kindern.
Diese Querschnittsstudie mit einer sorgfältig ausgewählten
Testgruppe von 40 fettsüchtigen und 40 nicht-fettsüchtigen Kindern im
schulpflichtigen Alter bestätigt die spezifische Hypothese, dass die
fettsuchtbedingte Aktivierung von vaskulären Endothelzellen und Thrombozyten
bereits im Kindesalter auftreten kann. Die positiven Ergebnisse deuten darauf
hin, dass das Vorkommen von erhöhtem oxidativen Stress, niedrig-gradiger
systemischer Inflammaiton, Insulinresistenz oder eine Kombination all dieser
Phänomene das Potential besitzen, zu einer persistierenden Gefäßwandentzündung
zu führen.
Ob nun die fettsuchtbedingte Aktivierung der vaskulären
Endothelzellen und Thrombozyten während der Kindheit ein zuverlässiger
Prädiktor für ungünstige kardiovaskuläre Folgen im späteren Leben ist, bleibt
höchst fraglich, da auf diesem Gebiet prospektive Studien mit langem Follow-up
offensichtlich fehlen. Darüber hinaus bleibt es umstritten, ob sie voraussagende
Informationen zusätzlich zu denen bietet, die durch etabliertere Risikofaktoren
geliefert werden.
Nichtsdestoweniger zeigt diese Studie zum ersten Mal, dass
erhöhte zirkulierende Konzentrationen löslicher Marker von vaskulärer
Endothelzellaktivierung und Thrombozytenaktivierung mit Adipositas und
Insulinresistenz im Kindesalter in Zusammenhang stehen. Mit Sicherheit sollte
Fettsucht, insbesondere mit Insulinresistenz assoziierte, von der Kindheit an
vermieden oder zumindest minimal gehalten werden.
Zusammenfassung
Adipositas bei Kindern ist dafür bekannt, das Risiko für
kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität im späteren Leben zu erhöhen.
Forscher in Italien haben nun untersucht, ob Adipositas bei Kindern frühe
Gefäßveränderungen fördert, die möglicherweise für das erhöhte Risiko für
kardiovaskuläre Erkrankungen im Erwachsenenalter verantwortlich sind. In den
frühesten Stadien der arteriellen Plaquebildung sind bestimmte
Adhäsionsmoleküle auf der Oberfläche von vaskulären Endothelzellen hochreguliert.
Darüber hinaus beeinflussen die aktivierten Thrombozyten auch die adhäsiven
Eigenschaften der Endothelzellen. Diese Veränderungen ermöglichen es anderen
Zellen, in das Endothel einzudringen, wo sie die Bildung der Plaque initiieren.
Bei 40 fettsüchtigen und 40 nicht-fettsüchtigen Kindern wurden
die Werte der Marker für vaskuläre Endothelzellaktivierung (lösliches
Interzelluläres Adhesionsmolekül 1 [ICAM-1], Vascular Cell Adhesion Molecule-1
[VCAM-1] und lösliches E-Selectin) und für Thrombozytenaktivierung (lösliches
P-Selectin und löslicher CD40 Ligand) miteinander verglichen. Zusätzlich wurden
die Werte von 8-iso-Prostaglandin F2α , einem Marker für oxidativen
Stress (Lipidperoxidation), und des C-reaktiven Proteins, einem Marker für
systemische Entzündungen, ebenfalls bei den beiden Gruppen verglichen.
Fettsüchtige Kinder mit komorbiden Störungen wie Hypertonie, Diabetes und
allergischen Erkrankungen, die jede für sich dafür bekannt sind, diese Marker
zu beeinflussen, waren von der Studie ausgeschlossen.
Die Werte für Blutdruck, Lipidprofile und Glukosekonzentrationen
waren bei den beiden Gruppen von Kindern vergleichbar. Allerdings wiesen die
fettsüchtigen Kinder höhere Nüchternwerte von Insulin auf und waren
insulinresistenter als die Kinder ohne Adipositas. Wie die Abbildung zeigt,
wiesen die Kinder mit Fettsucht gegenüber den Kindern ohne Fettsucht
signifikant höhere Werte bei allen untersuchten Markern auf (p < 0.001 für
jeden Marker).
Die Gesamtkonzentration von 8-iso-Prostaglandin F2α
korrelierte signifikant mit der Konzentration von löslichlichem ICAM-1 (p =
0.0015), VCAM-1 (p = 0.0009), P-Selection (p = 0.0037), CD40 Ligand (p =
0.0011) und C-reaktivem Protein (p = 0.0006). Dies deutet darauf hin, dass eine
erhöhte Lipidperoxidation die dominierende Verbindung zwischen Adipositas und
der Aktivierung von vaskulären Endothelzellen und Thrombozyten bei
fettsüchtigen Kindern darstellen könnte.
Zusammenfassung (fortgesetzt)
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass Adipositats bei Kindern
mit frühen Gefäßveränderungen assoziert ist, die das Risiko für kardiovaskuläre
Erkrankungen im späteren Leben erhöhen können.
Quellen
1. Ridker PM, Buring JE, Rifai N. Soluble P-selectin and the risk of future
cardiovascular events. Circulation.
2001;103:491-5.
2. Tounian P, Aggoun Y, Dubern B, et al. Presence of increased stiffness of the common
carotid artery and endothelial dysfunction in severely obese children: a
prospective study. Lancet. 2001;358:1400-4.
3. Blann AD, Nadar SK, Lip GY. The adhesion molecule P-selectin and
cardiovascular disease. Eur Heart J. 2003;24:2166-79.
Kräftige Beinmuskeln können Kniearthritis verhindern
Solange Sie Ihre
Oberschenkelmuskulatur stärken, könnten Sie auch die Gesundheit Ihres Knies
verbessern. Vorläufige Daten einer neueren Studie deuten darauf hin, dass die
Stärkung des Quadriceps (großer Streckermuskel auf der Vorderseite des
Oberschenkels) vor dem Verlust von Knorpelsubstanz hinter der Kniescheibe
(Patella) schützt.
Knorpelverlust ist der Auslöser bei
der degenerativen Arthrose des Knies. Normalerweise fängt der Knorpel die Stöße
der Knochenenden im Kniegelenk auf. Aber mit der Zeit verschleißt dieses
Knorpelkissen, sodass das Gelenk nicht mehr einwandfrei funktioniert und
Schmerzen verursachen kann.
Auf der jährlichen Tagung des American College of
Rheumatology im November 2006 wurde eine Studie vorgsetellt, die 265 Frauen und
Männer mit Arthrose im Knie einschloss. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass
Menschen mit größerer Kraft im Quadriceps weniger Knorpelverlust hinter der
Kniescheibe aufwiesen – ein Region des Kniegelenks, die häufig von Arthrose
betroffen ist.
Wenn Sie an Arthrose im Knie leiden, dann fragen Sie nach
Übungen, wie Sie vorsichtig Ihren Quadriceps kräftigen oder seine Kraft
erhalten können. Im Allgemeinen gilt regelmäßiges Spazieren als vorteilhafte
Aktivität für Menschen mit Arthrose.
Die
Raucherentwöhnung
Allein in
Deutschland fordert die Nikotinsucht jährlich 145.000 Opfer; 40.000 von ihnen
sterben an Lungenkrebs. Schätzungen zufolge verkürzt jede Zigarette die
Lebenserwartung um mindestens sieben Minuten. In Deutschland sterben Raucher im
Durchschnitt acht Jahre früher als Nichtraucher. Ein Raucher, der täglich 20
Zigaretten raucht, hat ein 20-mal höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken,
als ein Nichtraucher. Bei sehr starken Rauchern ist das Risiko 56-mal so hoch.
Passivraucher, die mit einem Raucher zusammen arbeiten, haben ebenfalls ein
erhöhtes Krebsrisiko: ein Drittel der Fälle bei Nichtrauchern sind auf das
Mitrauchen zurückzuführen. Trotz dieser erschreckenden Tatsachen reicht es
nicht, sein Risiko zu kennen, um sein Verhalten zu ändern. Ist ein Patient aber
bereit, das Rauchen aufzugeben, sollte ihm eine sofortige und endgültige
Raucherentwöhnung vorgeschlagen werden.
Piment lässt Nervosität verschwinden
Geben Sie eine
Messerspitze frisch gemahlene Pimentbeeren in ein Glas heiße Milch, gut
vermischen und mit Honig süßen. Immer dann wohltuend, wenn Sie unter Stress
stehen.
Freie Radikale
Kein anderes Organ benötigt so viel Sauerstoff wie das Gehirn. Bei der Aufnahme
von Sauerstoff entstehen aber so genannte freie Radikale. Diese Molekülteilchen
schaden den Zellen und lassen das Gehirn altern. Schutz vor solchen Stoffen
bieten Radikalfänger, die so genannten Antioxidanzien. Dazu gehören z.B. die
Vitamine C und E. Antioxidanzien stecken unter anderem in Trauben, Oliven- und
Rapsöl, Johannisbeeren, Tomaten, Zitrusfrüchten, Broccoli und Kaffee.
Granatäpfel festigen Ihr Immunsystem und schützen Sie vor Krebs
Granatäpfel
enthalten mehr Antioxidantien als alle bisher bekannten und untersuchten
Früchte. Das stellten jetzt israelische Forscher fest. Antioxidantien sind
Stoffe, die freie Radikale neutralisieren und somit das Herzinfarkt- und
Krebsrisiko verringern. Freie Radikale wiederum entstehen durch
Umweltverschmutzung, Chemikalien und Krankheitserreger. Begleitende
Untersuchungen in Großbritannien ergaben, dass Granatäpfel darüber hinaus noch
reich an Taninen, Polyphenolen und Anthocyaninen (sekundäre Pflanzenwirkstoffe),
sowie an Vitaminen A, C und E sind. Allesamt Stoffe, die sich im Organismus
positiv bemerkbar machen und in der Summe Ihr Immunsystem stärken und Ihr
Krankheitsrisiko verringern.
C-reaktives Protein: So bekämpfen Sie den Herzkiller
Wir wissen heute, dass eine Entzündung im Inneren der Arterien der Auslöser
vieler Herzinfarkte ist. Diese Entzündung zieht Abwehrzellen an, die sich an der
betroffenen Stelle ablagern. Sie führen dazu, dass sich ein Pfropfen bildet, der
irgendwann abreißt. Es kommt zu einem Blutgerinnsel, das durch die Arterien zum
Herzen wandert und hier zum Infarkt führt. Ein Marker im Blut für eine solche
Entzündung ist das C-reaktive Protein (CRP). Das CRP ist ein Eiweißstoff, der in
der Leber gebildet wird. Ist er vorhanden, dann zeigt er deutlich an, dass in
Ihrem Körper etwas nicht stimmt.
Hohes CRP und Ihr Herz ist in Gefahr
Wir wissen aus vielen Studien, dass ein erhöhter CRP-Wert signalisiert, dass
dem Herz Gefahr droht. Darüber hinaus weist er auch auf ein hohes Diabetes- und
Alzheimer-Risiko hin. Leider ist der CRP-Wert noch nicht so etabliert in der
Medizin wie zum Beispiel Cholesterin. Es gibt keine großen" Studien zu diesem
Thema. Erst jetzt startet an der Sporthochschule Köln eine Untersuchung. 5.000
Mitarbeiter der Ford-Werke nehmen an dieser Studie teil, bei der über 10 Jahre
hinweg der CRP-Wert und seine Auswirkungen auf die Gesundheit gemessen wird.
Sie können also jetzt noch 10 Jahre warten, um dann aber wissenschaftlich
bestätigt zu bekommen, dass Entzündungsprozesse in den Gefäßen für eine
Verengung der Arterien, die so genannte Arteriosklerose sorgen. Diese Verengung,
das hätten Sie dann schwarz auf weiß, verursacht bei vielen Menschen den
Herzinfarkt oder den Schlaganfall. Ich rate Ihnen, hier nicht auf Goethe zu
hören. Sie müssen nicht alles schwarz auf weiß besitzen". Manchmal zählt die
praktische medizinische Erfahrung - und die stuft heute schon das Vorhandensein
von CRP deutlich als Risikofaktor für Ihr Herz ein. Also lassen Sie den Wert
messen.
Lassen Sie Ihren hs-CRPWert bestimmen
Wichtig ist, dass Ihr Arzt nicht einfach nur" das CRP untersucht, sondern das
so genannte hs-CRP. hs" steht für high-sensitivity", dieser Wert ist
aussagekräftiger. Tests auf hs-CRP sind 20-mal empfindlicher als normale" Tests
auf CRP. Sie erfahren viel früher von einer drohenden Gefahr für Ihr Herz.
So interpretieren Sie dann Ihre Messergebnisse:
Haben Sie einen hs-CRP-Wert von unter 1 mg/dl Blut, dann ist Ihr Risiko,
einen Herzinfarkt zu bekommen, sehr gering.
Mittleres Risiko liegt vor, wenn der Wert zwischen 1 und 2,8 mg/dl Blut
liegt.
Sollte Ihr Wert 2,9 mg/dl oder höher sein, sollten Sie unbedingt Maßnahmen
ergreifen, um ihn zu senken und so Ihr Herz zu schützen.
3 Wege, um das CRP zu senken
Stellen Sie Ihre Ernährung auf Mittelmeerküche um. Die Mittelmeer-Diät hat
sich als sehr hilfreich erwiesen, um den Entzündungs- und Gerinnungsmarker CRP
zu senken. Sie hat einen entzündungshemmenden Effekt auf Ihren Körper. Leider
wird heute unter Mittelmeerdiät nur verstanden, dass man viel Olivenöl verwendet
und Rotwein trinkt. Aber das ist es nicht. Wollen Sie Einfluss auf das CRP
nehmen, dann sollten Sie Ihre Ernährung konsequent umstellen. Viel gedünstetes
Gemüse und Fisch, sparsam verwendetes Olivenöl und viel Obst sollten Ihren
Speiseplan charakterisieren. Rotes Fleisch dagegen sollten Sie sehr selten
essen. So sieht eine wahre Herzschutz-Diät aus.
Laufen Sie los. Es ist das oberste Ziel der Pharmaindustrie, mit nur einer
Pille die Entzündungen im Körper einzudämmen und so Arteriosklerose zu mindern.
Denn Herzschutz sollte einfach sein, damit er möglichst jeden Tag gelebt und
umgesetzt werden kann. Ich halte nichts von diesen Herzpillen. Ich schlage Ihnen
dagegen einen Herzschutz vor, der genau so einfach, aber viel gesünder ist:
Treiben Sie Ausdauersport. 30 Minuten, mindestens 3-mal pro Woche und Ihr Herz
freut sich. Regelmäßiger Ausdauersport verbessert die Durchblutung, Ihr Herz
wird besser durchblutet. Das schlechte LDL-Cholesterin wird abgebaut,
Arteriosklerose verhindert. Und das Beste: regelmäßiger Ausdauersport kann auch
CRP abbauen. Worauf warten Sie noch? Laufen Sie los!
Das Vitamin macht's. Vitamin C hat sich als hilfreiche Waffe im Kampf gegen
ein erhöhtes CRP erwiesen. Wenn Sie nur ein halbes Gramm Vitamin C pro Tag aus
Obst und Gemüse zu sich nehmen, können Sie den Entzündungsfaktor CRP um 24 %
senken. Das haben Forscher der University of California herausgefunden. Grund
dafür ist wahrscheinlich, so die Forscher, das Zusammenspiel aus Vitamin C und
Pflanzenfasern. Beide wirken antientzündlich und können so das CRP senken.
Vitamin C-reiche Lebensmittel sind fast alle Obst- und Gemüsesorten, zum
Beispiel Zitrusfrüchte, Kiwis, Paprika oder Brokkoli.
Smoothies: Kein gesunder Obst-Ersatz
Smoothies sind im Moment groß in Mode - es handelt sich dabei um kleine
Fläschchen, gefüllt mit Obst, trinkfertig püriert. Zielgruppe für diese Getränke
sind diejenigen, die ein schlechtes Gewissen sich selbst gegenüber haben, weil
sie es nicht schaffen, sich mit genügend Obst und Gemüse pro Tag zu versorgen.
So verführerisch es auch ist, die kleine Obstportion aus der Flasche zu
trinken, normales Obst ist doch gesünder. So enthalten die Smoothies viel
Fruchtzucker, mehr, als Sie mit einer Portion Obst zu sich nehmen würden.
Dementsprechend viele Kalorien sind in den Getränken enthalten.
Essen Sie dagegen Obst, sind Sie viel schneller satt - zudem nehmen Sie viel
mehr der wichtigen Pflanzenstoffe auf. Billiger als die Smoothies sind Obst und
Gemüse sowieso - zudem enthalten sie keine Zusatzstoffe und viele wichtige
Vitalstoffe.
Wie viel Selen brauchen Sie?
Eine begründete Furcht vor Selen ist nicht das Schlechteste - besonders, wenn
Ihre Frau Sie nicht mehr leiden kann. Immerhin gab es ja die Folge in der
Fernseh-Serie CSI, wo zwei Frauen ihre Ehemänner mit Selen vergifteten. Das ist
eine umständliche Methode, um jemanden umzubringen. Auch würden die auffälligen
Symptome einer Selenvergiftung den Mord schnell ans Licht bringen.
Aber wenn Sie Nahrungsergänzungsmittel nehmen und nicht vorhaben, jemanden
umzubringen, sollten Sie wissen, dass Selen einer der Nährstoffe ist, dessen
sichere Obergrenze Sie respektieren sollten.
Die Tagesempfehlung für Selen liegt in den USA bei 55 Mikrogramm für Frauen
und 70 Mikrogramm für Männer. Wenn es jemandem gelingt, ungefähr 3.000
Mikrogramm Selen pro Tag zu sich zu nehmen, träte vielleicht ein toxischer
Effekt auf.
Stellen Sie sich also vor, was passiert, wenn Sie 40.000 Mikrogramm pro Tag
zu sich nehmen. Das ist neulich einigen Menschen passiert, als in einem
amerikanischen Nahrungsergänzungsmittel die 200-fache Dosis der eigentlich
enthaltenen 200 Mikrogramm enthielt.
Die Verantwortlichen der Firma nahmen ihr Produkt schnell vom Markt, nachdem
mehr als 180 Menschen an Symptomen wie Haarausfall, Muskelkrämpfen, Durchfall
oder Müdigkeit erkrankten. Zum Glück starb keiner, aber ein Mensch musste ins
Krankenhaus.
Obst und Gemüse sind dagegen verlässliche Selenquellen. Auch Brot, Fisch und
Fleisch liefern Selen, aber dennoch brauchen einige Menschen ein Selenpräparat,
um die erforderliche Tagesmenge an Selen zu erreichen. Es gibt einige Studien,
die zeigen, wie sich Selen auf Ihren Körper auswirkt:
Selen stimmuliert das Immunsystem, den Bereich, in dem das Immunglobulin
produziert wird.
Französische Wissenschaftler maßen die Selenlevel von mehr als 1.400 älteren
Menschen über 9 Jahre hinweg. Diejenigen, die am meisten Selen im Blut hatten,
wiesen auch die beste Gedächtnisleistung auf.
Zwei Studien haben einen Zusammenhang zwischen hohen Selenwerten und einem
Gen ergeben, das Tumore unterdrücken kann. So kann Selen das Auftreten von Krebs
verhindern.
Selen hilft, Typ-2-Diabetes zu kontrollieren und den Glukose-Stoffwechsel zu
verbessern. So steigert Selen die Insulin-Effektivität.
Trotz dieser positiven Studienergebnisse sollten Sie mit Ihrem Arzt/Heilpraktiker sprechen,
bevor Sie ein Selenpräparat einnehmen.
Reise-Impfungen: Vor welchen Krankheiten Sie sich unbedingt schützen sollten.
Viele Menschen erfüllen sich mit einer Urlaubsreise einen lange gehegten
Traum. Doch damit er nicht zum Albtraum wird, sollten Sie sich rechtzeitig um
einen ausreichenden Impfschutz kümmern. Welche Impfungen Sie benötigen, hängt
nicht nur vom Reiseziel ab, sondern auch von der Reisezeit, der Reiseart, Ihrem
Alter und eventuell vorhandenen chronischen Erkrankungen. Lesen Sie hier, welche
Impfungen wir Ihnen empfehlen und wann Sie spätestens mit den Impfserien
beginnen sollten.
Gegen Tetanus und Diphtherie sollte jeder geimpft sein
Eine Pneumokokkenimpfung (Pneumokokken sind häufig Erreger von
Lungenentzündungen) ist zwar keine typische Reiseimpfung, sie wird aber heute
allen Personen über 60 Jahre sowie Jugendlichen und Erwachsenen mit erhöhter
gesundheitlicher Gefährdung empfohlen.
Bei diesen Krankheiten ist eine Pneumokokkenimpfung ratsam:
Diabetes
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Lungenerkrankungen
Stoffwechselkrankheiten
Immunschwäche
In diesen Fällen bezahlt die Krankenkasse die Impfung. Ganz unabhängig davon,
ob Sie verreisen oder nicht, sollten Sie einen ausreichenden Impfschutz gegen
Tetanus und Diphtherie haben. Diese Impfungen werden im Gegensatz zu den meisten
anderen Reiseimpfungen auch von den Krankenkassen bezahlt. Die Diphtherie ist
zwar in Deutschland kaum noch anzutreffen, hat aber in den letzten Jahren
aufgrund des internationalen Reiseverkehrs wieder zugenommen.
Hepatitis A und B lauern fast überall
In Afrika, Süd- und Mittelamerika, in ganz Asien, in Süd- und Osteuropa sowie
in Grönland besteht ein hohes Risiko, sich mit Hepatitis A anzustecken. Eine
häufige Infektionsquelle im Mittelmeerraum sind übrigens Meeresfrüchte. Eine
Impfung gegen Hepatitis B ist vor allem bei Langzeitaufenthalten und engem
Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung zu empfehlen. Dringend anzuraten ist
eine Impfung gegen Hepatitis A und B, wenn Sie an einer chronischen Hepatitis C
erkrankt sind, da dann eine Infektion mit Hepatitis A oder B sehr dramatisch
verlaufen kann. In Deutschland ist seit einigen Jahren ein zuverlässiger
Kombinationsimpfstoff zugelassen, der gleichzeitig vor Hepatitis A und B
schützt. Die Hepatitis-B-Impfung bezahlen die Kassen für Kinder und Jugendliche
bis zum 18. Lebensjahr sowie für Berufstätige im Gesundheitswesen.
Das Risiko, sich an Cholera anzustecken, ist für Sie als Tourist dagegen eher
gering. Eine Impfung wird, wenn überhaupt, nur bei besonders hohem
Infektionsrisiko empfohlen, da die Wirkung des Impfstoffs nicht 100%ig sicher
ist und Sie sich auch mit allgemeinen Hygienemaßnahmen davor schützen können
(vor allem kein verunreinigtes Wasser verwenden).
Vorsicht vor Zecken und Hunden
Planen Sie einen Urlaub in der Natur, in Seen- und Waldgebieten, dann denken
Sie daran, dass viele nord-, west- und osteuropäische Länder zu Zeckengebieten
mit erhöhtem Infektionsrisiko für die Zecken-Enzephalitis" (FSME) gehören. Falls
Sie in Deutschland in einem Risikogebiet wie Bayern oder Baden-Württemberg
leben, übernimmt Ihre Krankenkasse die Impfkosten. Eine typische Reiseimpfung
ist auch die Impfung gegen Typhus, entweder als Spritze oder als Schluckimpfung.
Sie wird empfohlen bei Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und
Trinkwasserversorgung, insbesondere Nordafrika, indischer Subkontinent und
Südostasien. Sinnvoll ist ein zur Verfügung stehender Kombinationsimpfstoff
gegen Hepatitis A und Typhus. Die Typhusimpfung schützt allerdings nicht
vollständig vor einer Erkrankung und kann Vorsichtsmaßnahmen bei der Ernährung
nicht ersetzen. Eine weit unterschätzte Gefahr auf Reisen ist auch die Tollwut.
Weltweit sterben jährlich noch 60.000 Menschen daran. Ein hohes Tollwutrisiko
vor allem durch herumstreunende Hunde besteht z. B. in Ländern des tropischen
Afrikas, Indien und Südostasien.
Eine Impfung ist vor allem vor Langzeitaufenthalten und Reisen fernab der
touristischen Gebiete zu empfehlen - insbesondere da der im Ausland erhältliche
Tollwutimpfstoff nicht immer zuverlässig schützt.
In einigen Ländern vorgeschrieben: die Gelbfieberimpfung
Zu den Gelbfieber-Infektionsgebieten zählen das tropische Afrika und
Südamerika. Die Krankheit wird durch den Stich einheimischer Mücken übertragen.
Sie sollten sich auf jeden Fall impfen lassen, wenn Sie in diese Regionen
reisen. Impfen dürfen nur autorisierte Gelbfieber-Impfstellen. Erkundigen Sie
sich danach bei Ihrem staatlichen Gesundheitsamt oder bei der Ärztekammer.
Achtung: In einige afrikanische Länder (z. B. Kongo, Ghana oder Togo) dürfen Sie
nur mit einer nachweisbaren Gelbfieberimpfung (Impfpass) einreisen. Wenn Sie
rechtzeitig an die hier genannten Impfungen denken, können Sie Ihren Urlaub
unbeschwerter genießen. Gerade bei Fernreisen sollte Sie nicht am Impfschutz
sparen. In den meisten Fällen ist er kaum teurer als ein gutes Abendessen.
Vitamin K - Superheld im Kampf gegen Osteoporose
Wenn es darum geht, Brüche der Hüftknochen zu vermeiden, welcher dieser vier
Nährstoffe bietet den meisten Schutz?
A: Kalzium
B: Vitamin D
C: Magnesium
D: Vitamin K
Zugegeben, das ist eine gemeine Frage, denn jeder dieser vier Stoffe ist
wichtig für dauerhaft gesunde Knochen - vor allem für ältere Menschen. Aber eine
neue Studie aus Japan zeigt, dass einer der Nährstoffe über allen anderen steht.
Forscher der Iwate Medical University bemerkten, dass es in manchen Gegenden
Japans häufiger zu Hüftknochenbrüchen kommt als in anderen. Daher untersuchten
sie in einer Studie, welchen Einfluss die Nahrung auf die Knochenbrüche hat.
Japan wurde in 12 Regionen aufgeteilt.
Die Daten einer Studie aus dem Jahr 2002 gaben Auskunft über die
Knochenbrüche in jeder Region.
Aus einer weiteren Studie erhielten die Wissenschaftler Daten über die
durchschnittliche Ernährung.
Als die Zahl der Hüftknochenbrüche und die Fakten über die Ernährung
verglichen wurden, zeigte sich, dass eine hohe Einnahme von Magnesium und
Vitamin D und vor allem Vitamin K mit einem niedrigen Risiko für
Hüftknochenbrüche verbunden waren.
Eine hohe Versorgung mit Kalzium sorgte für ein niedriges Risiko von
Hüftknochenbrüchen bei Frauen, aber nicht bei Männern.
Und der große Gewinner? Hüftknochenbrüche bei Männern und Frauen kamen in den
Regionen am seltensten vor, in denen die Ernährung reich an Vitamin K war.
Die Forschung in den letzten Jahren hat gezeigt, wie wichtig Vitamin K für
gesunde Knochen ist. Viele Ärzte empfehlen eine Nahrungsergänzung mit Vitamin K
für Menschen, bei denen es in der Familie Fälle von Osteoporose oder
Arteriosklerose gibt. Empfohlen werden 5 bis 15 mg Vitamin K pro Tag - die
normalerweise empfohlene Tagesdosis liegt nur bei 80 Mikrogramm.
Sprechen Sie aber auf jeden Fall mit Ihrem Arzt über Vitamin K und seine
verschiedenen Formen. Die synthetische Form (K3 oder auch Menadion) kann zu
Lebervergiftung und Anämie führen, wenn sie in hohen Dosen genommen wird. Es
gibt auch K2, Menaquinon, das ist ebenso in Ordnung wie K1. Wie immer sollten
Sie möglichst die synthetischen Formen vermeiden. Aber Vorsicht, wenn Sie
Blutverdünner nehmen. Vitamin K kann die Behandlung stören.
Spargel - nicht nur lecker, auch gesund
Die meisten Menschen essen den Spargel in erster Linie nicht, weil er gesund
ist, sondern weil er einfach gut schmeckt. Dabei hat er wichtige Inhaltsstoffe.
Darauf deutet schon sein lateinischer Name Asparagus officinalis hin, der auf
Deutsch Arznei bedeutet. Bei den Römern und Griechen wurde er wirklich als
Arzneimittel gegen allerlei Gesundheitsbeschwerden angewandt.
Eine Portion Spargel, also 500 Gramm, enthalten gerade einmal 85 Kalorien.
Sie liefert aber 7,5 Gramm Ballaststoffe, die ihre Verdauung auf Trab bringen.
Zudem deckt diese Menge Ihren Tagesbedarf an Vitamin C und Folsäure komplett.
Mit Vitamin E versorgen Sie sich zu 90 %, immerhin die Hälfte Ihres Bedarfs an
Vitamin B1 und B2 decken Sie so.
Darüber hinaus liefert Spargel Ihnen viel Kalium, Kalzium und Eisen.
Asparaginsäure, Kaliumsalze und bestimmte ätherische Öle regen ihre
Nierentätigkeit an und fördern die Ausscheidung von Wasser. Zudem wissen wir
heute durch Studien, dass auch im Spargel bioaktive Substanzen enthalten sind,
die krebserregende Stoffe hemmen können.
Sie sollten darauf achten, dass Sie wirklich frischen Spargel kaufen, wenn
Sie in den Genuss all dieser gesundheitsfördernden Stoffe kommen wollen. Sie
erkennen ihn daran, dass die Köpfe noch geschlossen und die Schnittenden saftig
sind. Zudem darf er nicht säuerlich riechen. Wenn Sie die Stangen auf Vorrat
kaufen, wickeln Sie sie in ein feuchtes Tuch und lagern Sie ihn bei 5 bis 10C.
So hält er sich bis zu drei Tage.
Basilikum: Gut für den Magen, ohne Wirkung für die Potenz
Schon seit Jahrtausenden wird Basilikum als Heilmittel eingesetzt, seine
gesundheitsfördernde Wirkung ist auch medizinisch heute anerkannt. Es
wird benutzt, um die Produktion von Magensaft anzuregen und die Verdauung anzuregen.
Relativ neu ist auch der wissenschaftliche Beweis, dass Basilikum bei Müttern
die Milchproduktion steigern kann. Außerdem wird Basilikum in der Küche als
wohlschmeckendes Gewürz verwendet.
Zum Einsatz kommen zur Behandlung von Magen- und Verdauungsproblemen die
Blätter der Pflanze. Sie enthalten ätherische Öle, Gerbstoffe und die Vitamin A,
C, D und E sowie sämtliche B-Vitamine. Eingesetzt wird es als Tee, der auch bei
Völlegefühl und Blähungen helfen kann. Dazu übergießen Sie einen Löffel
getrocknetes Basilikum aus der Apotheke mit einer Tasse heißem Wasser und lassen
7 Minuten ziehen. Trinken Sie 2 bis 3-mal täglich eine Tasse vor den Mahlzeiten.
Hunger-Hormon sorgt für vollen Einkaufswagen
Sicherlich ist es Ihnen auch schon einmal passiert: Sie gehen mit hungrigem
Magen einkaufen. Das Ergebnis: Es landet viel zu viel im Einkaufswagen. Meist
sind zudem viele ungesunde Lebensmittel darunter - aber während des Rundgangs
durch den Supermarkt hatten Sie einfach Appetit darauf.
Forscher haben jetzt entdeckt, was schuld an diesem Verhalten ist: Es handelt
sich um ein Hormon, das so genannte Ghrelin. Ihr Körper produziert es, wenn er
hungrig ist. Das Hormon sorgt für Hungergefühle. Es ist aber auch dafür
verantwortlich, dass Sie Lebensmittel anders betrachten. Es lässt die Nahrung
schmackhafter wirken - und Sie langen zu und packen den Einkaufswagen voll.
Da der Ghrelinspiegel im Körper nach dem Essen wieder absinkt und Sie somit
auch alle Lebensmittel wieder nüchtern" betrachten können, ist tatsächlich etwas
dran an dem Ratschlag, nur satt einkaufen zu gehen.
Von wegen Unkraut: So nutzen Sie die Schätze vor Ihrer Haustür
Oh dieses Unkraut! Kaum strecken sich erste zarte Blättchen durch die Fugen
auf der Terrasse oder außerhalb der Reihe im Gemüsebeet, sinnen wir schon auf
Abwehr. Doch halt! Viele dieser unerbetenen Gäste sind wertvolle Wildkräuter,
die echte Heilwirkungen haben, z. B. gegen wunde Füße, Magen-Darm-Infektionen
und Leberschwäche. Machen Sie mit uns einen Spaziergang durch die Welt der
Unkräuter" und lernen Sie dabei viele einfache Hausrezepte kennen, mit denen Sie
die Heilkräfte der kleinen Helfer nutzen können.
Auf den ersten Blick wirken die samtigen und silbrig schimmernden Blätter des
Gänsefingerkrauts (Potentilla anserina) wie Farnblätter. Doch aus der flach am
Boden liegenden Blattrosette erscheinen im Sommer dunkelrote Stiele, die
leuchtend goldgelbe Einzelblüten - ähnlich wie Butterblumen - tragen. Der Tee
aus frischem oder getrocknetem Gänsefingerkraut hilft Ihnen bei Sommerdurchfall,
weil er reichlich Gerbstoffe enthält. Auch als Gurgellösung gegen Mund- und
Rachenentzündungen wurde er vom ehemaligen Bundesgesundheitsamt anerkannt. In
der Volksmedizin wird der Tee zudem wegen seiner krampflösenden und
schmerzlindernden Wirkung bei Menstruationsbeschwerden geschätzt.
Zum Gurgeln sollten Sie puren Gänsefingerkraut-Tee verwenden.
Spitzwegerich: Kochen Sie einen Hustensirup für den Winter
Kleine dichte Büsche aus graugrünen Blättern mit langen Stielen, die
kegelförmige Blüten mit einem weißen Kranz tragen? Das muss der Spitzwegerich
(Plantago lanceolata) sein. Er liefert nicht nur einen wirksamen Hustentee (2 TL
getrocknete Blätter), sondern auch einen hervorragenden Hustensirup. Für den
Sirup entsaften Sie einen normalen Einkaufsbeutel (Plastiktüte) voll frischer,
gewaschener Spitzwegerichblätter in einer Zentrifuge. Kochen Sie diesen
Presssaft mit der gleichen Menge Honig kurz auf und füllen Sie den Sirup in
kleine, dunkle Flaschen, die Sie kühl und luftdicht verschlossen aufbewahren. So
reicht Ihr Vorrat bis zur nächsten Erntesaison. Die Tagesdosis beträgt 3-mal 1
EL Sirup, den Sie am besten pur einspeicheln und dann langsam schlucken. Nehmen
Sie die erste Dosis Spitzwegerich morgens noch im Bett ein, dann wirkt das
Heilkraut am besten.
Verstopfung? Jetzt hilft Breitwegerich
Der Bruder des Spitzwegerichs ist der Breitwegerich (Plantago major). Seine
derben dunkelgrünen Blätter bilden eine große halb aufrechte Rosette. Die
Samenstände sind länger und dicker als die seines spitzblättrigen Bruders.
Sammeln und trocknen Sie diese Samen als mildes Abführmittel. Nehmen Sie davon 1
TL in Wasser und trinken Sie reichlich Wasser nach. Die Samen vergrößern das
Stuhlvolumen und sorgen so für eine verbesserte Darmentleerung.
Breitwegerichblätter schützen übrigens empfindliche Füße vor Blasenbildung.
Legen Sie z. B. auf Wanderungen einfach 1 bis 2 Blätter in Ihre Strümpfe. Auch
wenn es schon passiert ist, lindern die Blätter die brennenden Schmerzen der
aufgeriebenen Haut und fördern die Wundheilung.
Fenchel, Kümmel & Co. schützen Sie vor Blähungen Fenchel (Foeniculum
vulgare), Kümmel (Carum carvi), Anis (Pimpinella anisum) und Koriander
(Coriandrum sativum) kann man guten Gewissens als die fantastischen vier gegen
Blähungen bezeichnen. Meist werden ihre Samen mit dem Wind aus Nachbars Garten
zu uns geweht oder von Vögeln gebracht. Alle vier erkennen Sie an dem schnell
wachsenden Einzelstängel, der eine weiße oder gelbe Blütendolde trägt. Das Laub
ist ähnlich wie beim Dill recht fein und gefiedert. Koriander wächst bei uns nur
in Weinbaugebieten! Die Samen dieses Quartetts beugen zuverlässig Blähungen vor.
Ob als Gewürz für Gemüse, Brot, Kräuterquark oder pur auf einem Butterbrot - sie
machen blähende Nahrung lecker und bekömmlich.
Der hellviolett blühende Gundermann bzw. die Gundelrebe (Glechoma hederacea)
kann in feuchten Gegenden gefunden werden. Die vierkantigen Stängel der Pflanze
liegen oft flach am Boden und bewurzeln sich an den Blattknoten. Die Blätter
stehen gegenständig und sind nieren- bzw. herzförmig. Beim Zerreiben sondern
Blätter und Stängel einen unangenehmen Geruch ab. Auch der Gundermann ist
essbar. Geben Sie einige der leicht bitter schmeckenden Blättchen in den Salat,
wenn Sie mit Leber- oder Gallenschwäche zu kämpfen haben. Die Bitterstoffe regen
die Sekretion der Galle an. Aus der getrockneten blühenden Pflanze können Sie im
Winter auch einen aromatischen Tee zubereiten, der die Sekretion von Leber und
Galle anregt sowie bei Husten schleimlösend wirkt.
Mangelernährung als Kind kann im Alter zu Demenzerkrankungen
führen
Einen nur auf den ersten Blick erstaunlichen Zusammenhang haben jetzt
Wissenschaftler der Tufts University in Boston aufgedeckt. Sie betrachteten 5
Jahre lang die gesundheitliche Entwicklung von fast 2800 koreanischen Männern
und Frauen, die im Durchschnitt zu Beginn der Studie 72 Jahre alt waren. Bein-
und Armlänge der Teilnehmer wurden vermessen. Zudem notierten die Forscher, wer
eine Demenzerkrankung entwickelte, dies war am Ende der Studie bei 480 Personen
der Fall.
Frauen mit den geringsten Armspannen bekamen 1,5-mal häufiger eine Demenz-
oder Alzheimer-Erkrankung, zudem verringerte sich pro 2,5 cm mehr Beinlänge das
Alzheimerrisiko um 16 %. Bei Männern sank das Erkrankungsrisiko mit jeden 2,5 cm
Armlänge um 6 %.
Schuld an kurzen Armen und Beinen sowie an dem dadurch gesteigerten Risiko
für Demenzerkrankungen sind übrigens Mangelernährungen in den ersten
Lebensjahren - einer Zeit, in der sich das Gehirn entwickelt. In dieser Zeit ist
dementsprechend eine ausgewogene Ernährung wichtig für die spätere
Gehirngesundheit.
So schützen Sie die Vitalstoffe in frischen
Kräutern
Frische Kräuter aus dem
Garten, von der Terrasse oder der Fensterbank sollten Sie mit Bedacht ernten und
behandeln, damit der Vitalstoffverlust nicht allzu groß ist. Worauf Sie noch
achten müssen und wie Sie Ihre Kräuter am besten lagern, lesen Sie hier.
Waschen Sie die Kräuter aus eigener Ernte nur, wenn dies unbedingt notwendig
ist, also etwa wenn sich Erdreste an ihnen befinden, Schnecken und Würmchen sich
daran laben oder sich die eine oder andere Laus darauf verirrt hat. Gekaufte
Kräuter spülen Sie am besten unter reichlich kaltem Wasser ab und schleudern sie
vorsichtig trocken wie einen Salat.
Empfindliche Kräuter tupfen sie mit einem frischen Geschirrtuch oder
Küchenpapier trocken. Gründliches Waschen hilft nur gegen bleihaltigen Staub,
nicht aber gegen Schwermetalle, die die Pflanzen mit ihren Wurzeln aufgenommen
und gespeichert haben. Wie hoch der Schadstoffgehalt ist, hängt vor allem vom
Standort und der Anbaumethode ab. Am besten kaufen Sie Ihre Kräuter im Bioladen
oder am Biostand auf dem Markt ein.
Zubereiten sollten Sie die Kräuter ebenfalls schonend. Hin und wieder wird
empfohlen, sie mit der Messermühle oder dem Pürierstab zu zerkleinern - etwa um
ein Pesto zuzubereiten. Empfehlenswert ist dies allerdings nicht, denn dabei
wird die zarte Zellstruktur zerstört. Es können Bitterstoffe und Flüssigkeit
freigesetzt werden, die Ihnen die Speisen verderben.
Schneiden oder mörsern Sie die Kräuter lieber, damit ihr Aroma erhalten
bleibt. Dazu legen Sie die Kräuter auf ein großes Brett (am besten aus Plastik)
und zerkleinern sie grob. Am besten geht es nun mit einem Wiegemesser weiter.
Wenn Sie keines haben, verwenden Sie ein großes Messer, das Sie mit einer
Hand am Griff anfassen und legen Sie gleichzeitig die andere Hand flach und fest
über die Messerspitze. Nun hacken Sie die Kräuter quasi wie mit einem
Wiegemesser so fein, wie Sie sie brauchen. So zarte Kräuter wie Basilikum,
dessen ätherische Öle sehr flüchtig sind, oder Kerbel zupfen Sie am besten nur.
In Plastikdosen, die Sie verschließen können, halten sich die Kräuter im
Kühlschrank ein bis zwei Tage. Einige Kräuter können Sie trocknen, die meisten
eignen sich zum Einfrieren. Manche lassen sich konservieren, indem Sie sie in
Essig und/oder Öl einlegen.
Wollen Sie Kräuter trocknen, sollten Sie nur einwandfreie, saubere Stängel
verwenden und diese möglichst nicht waschen. Binden Sie die Zweige locker
zusammen und hängen Sie sie luftig auf - allerdings nicht in der Küche und nicht
in einem Raum, in dem geraucht wird.
Sobald die Kräuter bei Berührung rascheln, sind sie trocken genug zum
Aufbewahren. Streifen Sie die Blättchen von den Stängeln und füllen Sie diese in
ein fest verschließbares, dunkles Glasgefäß. Besonders gut eignen sich zum
Trocknen Kräuter mit kräftigem Aroma wie Thymian, Oregano, Rosmarin, Salbei,
Minze und Bohnenkraut.
Zum Einfrieren eignen sich besonders Petersilie, Kerbel und Dill, aber auch
Pimpinelle, Kresse, Borretsch, Kerbel, Sauerampfer, Estragon, Rosmarin,
Basilikum und Thymian können Sie einfrieren. Am besten bereiten Sie die Kräuter
fertig zu und gefrieren sie in Portionsgrößen ein.
Zu viel Eisen kann Männer krankmachen
Eisen ist ein Vitalstoff, der Frauen häufig
fehlt. Anders dagegen ist es bei Männern. Hier leiden, wie Wissenschaftler der
Saint Louis University jetzt herausgefunden haben, rund 30 % unter
Hämochromatose. Hämochromatose ist eine Eisenspeicherkrankheit, bei der der
Körper bis zu 3-mal mehr Eisen aufnimmt als normal.
Die Forscher untersuchten mehr als31.000 Menschen aus Melbourne über zwölf
Jahre hinweg. Dabei betrachteten sie vor allem den genetischen Marker C28Y.
Liegen bei diesem zwei zerstörte Kopien vor, dann ist die Wahrscheinlichkeit
erhöht, an der Eisenspeicherkrankheit zu erkranken. Bisher ging man davon aus,
dass maximal 1 % aller Menschen davon betroffen sind.
Hämochromatose sorgt dafür, dass sich Eisen in den Organen, Gelenken und
Geweben ansammelt. Hier ist es dann für viele Krankheiten verantwortlich, unter
anderem für die Entstehung von Diabetes, Arthritis oder von Herzleiden. Lassen
Sie daher als Mann regelmäßig beim Arzt Ihr Blut überprüfen und dabei Ihren
Eisenspiegel messen. Eventuell müssen Sie dann auf eisenhaltige Lebensmittel
verzichten.
Kräutertee darf nicht über Stunden aufbewahrt werden
Kräutertee kann mikrobiologische Verunreinigungen enthalten, in ganz seltenen
Fällen auch Keime, wie zum Beispiel Salmonellen. Wenn Sie diesen Tee mit
sprudelnd kochendem Wasser übergießen und ihn mindestens 5 Minuten ziehen
lassen, werden diese Verunreinigungen abgetötet.
Das betrifft aber nur die Keime. Die Sporen dieser Verunreinigungen bleiben
erhalten. Lassen Sie den Tee nun stundenlang stehen, können die Sporen in dem
warmen Wasser erneut auskeimen. Daher sollten Sie Kräutertee übrigens auch nie
mit warmem Wasser aus der Thermoskanne aufbrühen.
Wie groß ist eigentlich eine "Portion" Gemüse?
Gemüse enthält nicht nur Vitamine, sondern auch Antioxidantien, die dafür
sorgen, dass freie Radikale, die Zellschäden verursachen, neutralisiert werden.
Daher ist eine gesunde Ernährung so wichtig, um Krebs vorzubeugen. Schon 5
kleine Portionen Gemüse, so hat sich jetzt gezeigt, halbieren zum Beispiel das
Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken.
Aber was ist eine Portion? Wissenschaftler fanden heraus, dass es reicht, pro
Portion eine halbe Tasse gekochtes Gemüse, zwei Tassen voll Blattsalat oder eine
mittelgroße Frucht zu essen. Menschen, die dies tun, senken das Krebsrisiko
deutlich - es kommt aber auf die Art des Gemüses an. Als besonders effektiv
haben sich alle gelben Gemüsesorten erwiesen und jene mit dunklen Blättern. Dies
sind unter anderem gelbe Paprika oder kohl, Brokkoli, Mais und Süßkartoffeln.
Auch einen schützenden Effekt weisen Tomaten auf, dieser ist aber schon
schwächer. Ähnlich sieht es bei Obst aus. Auch dieses kann das Risiko für
Blasenkrebs verringern - die Schutzwirkung ist aber längst nicht so gut wie die
des gelben oder dunkelgrünen Gemüses.
Wissenschaftlich erwiesen: Wandern in den Alpen stärkt Ihre
Gesundheit
Bergluft ist positiver Stress für den Körper
Wissenschaftler der Universität Köln haben im Jahr 2003 untersucht, wie sich
ein Bergaufenthalt zwischen 1.000 und 3.000 m Meereshöhe auf Patienten mit
Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems auswirkt. Sie wollten eigentlich
herausfinden, ob die klimatischen Veränderungen für die Patienten gefährlich
sein können.
Aber die Auswertung ergab genau das Gegenteil: Ein Bergurlaub verbessert
eindeutig die Funktion von Herz, Kreislauf und Lunge. Als optimal für den
Organismus erwies sich dabei der Aufenthalt in etwa 2.000 m Höhe. Die Forscher
um den Studienleiter Dr. Thomas Becker erklären die positive Wirkung so: Wenn
Sie aus dem Flachland kommend höher liegendes Terrain aufsuchen, löst das in
Ihrem Körper zunächst eine wohl dosierte Stressreaktion aus. Diese Phase dauert
etwa sechs Stunden. In dieser Zeit steigt Ihr Puls, und die Atmung wird
beschleunigt. Diese Reaktion beruht auf dem leicht verminderten Sauerstoffgehalt
der Höhenluft.
Es folgt dann die so genannte Akklimatisierungsphase, in der sich Ihr Körper
auf das reduzierte Sauerstoffangebot einstellt. Sie dauert etwa sieben Tage; in
dieser Zeit sollten Sie größere Belastungen meiden. Beginnen Sie Ihren
Bergurlaub also möglichst schonend und unternehmen Sie nicht gleich in den
ersten Tagen regelrechte Gewaltmärsche.
Optimal sind 3 Wochen Bergurlaub
Erst nach der Akklimatisierung ist Ihr Organismus an die ungewohnte Höhenlage
angepasst und erreicht seine volle körperliche Leistungsfähigkeit. In dieser
Zeit fällt dann die Pulsfrequenz auf etwa 85 % Ihres Flachlandwertes". Auch der
Blutdruck sinkt: Insgesamt wird also Ihr Herz entlastet. Die Kölner Studie
belegt, dass Sie am besten von einem längeren Bergaufenthalt profitieren.
Optimal sind sicherlich drei Wochen oder mehr. Aber auch wenn Sie nur zwei
Wochen erübrigen können, ist das sicherlich schon ein Gewinn für Ihre
Gesundheit. Wenn Sie dagegen nur einen Kurzaufenthalt planen, sollten Sie
Höhenlagen unter 1.000 m aufsuchen oder zumindest auf anstrengende Wanderungen
verzichten. Übrigens: Die Kölner Wissenschaftler haben auch herausgefunden, dass
die Pulsberuhigung und die Senkung des Blutdrucks keine kurzfristigen Effekte
sind, sondern auch noch bis zu acht Monate nach Ihrem Urlaub anhalten.
Das sind die positiven Effekte einer Höhenkur:
Blutdruck und Pulsfrequenz sinken.
Die Atemtätigkeit wird angeregt.
Muskeln, Gelenke und Bänder werden gekräftigt.
Der Stoffwechsel wird positiv beeinflusst.
Der Verdauungsapparat wird aktiviert.
Der Kalorienverbrauch erhöht sich und das Gewicht wird leicht reduziert.